KCSpad P10T im Test – Windows 7 und Android-Fähiger Tablet-PC

Foto: Kiebel.de

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Mit dem KCSpad P10T hat auch das Offenburger IT-Unternehmen Kiebel einen multifunktionalen Tablet-PC auf den Markt gebracht. Der Tablet-PC unterscheidet sich allerdings in einigen interessanten Punkten von vielen anderen Tablets.

Die technische Basis entspricht größtenteils dem Standard der Netbooks. Intels Atom N455 sorgt mit 1,66 GHz Taktfrequenz und Hyperthreading für ausreichend Rechenleistung. Das 10,1 Zoll (25,65 cm) große Display beherrscht Multitouch, lässt sich also auch mit zwei Fingern gleichzeitig bedienen. Der Bildschirm nutzt eine LED-Hintergrundbeleuchtung um Energie zu sparen. Dank der Widescreen-Auflösung von 1024×600 Bildpunkten eignet sich das Tablet sehr gut für Multimediaanwendungen.

Als Massenspeicher setzt Kiebel auf eine 16 Gigabyte fassende SSD. Im Gegensatz zu herkömmlichen Festplatten, wie sie in einigen Tablets und den meisten Netbooks eingesetzt werden, sind SSDs unempfindlich gegenüber Stößen und sehr schnell im Zugriff. Der Arbeitsspeicher besteht aus 1 GB DDR3-RAM. Maximal wären zwar 2 GB Speicher möglich, bislang bietet der Online-Konfigurator von Kiebel diese Möglichkeit allerdings nicht an. Die Grafikausgabe übernimmt Intels HD3150-Grafikchip. Per WLAN mit maximal 300 MBit/sek. (IEEE802.11b/g/n) oder optional konfigurierbarem UMTS-Modem nimmt das Gerät Kontakt zur Außenwelt auf. Für die Kommunikation mit dem Mobiltelefon ist Bluetooth 2.1 integriert.

Im Gegensatz zu vielen anderen Tablets spart Kiebel glücklicherweise nicht an den Schnittstellen. Neben zwei USB 2.0-Schnittstellen finden sich ein Cardreader für Micro-SD, ein Kopfhöreranschluss und ein mini-VGA-Port. Der Monitorausgang ist allerdings nur unter Windows 7 nutzbar. Weiterhin sind eine Webcam mit 1,3 MPixel Auflösung, Lautsprecher und ein integriertes Mikrofon vorhanden.

Angeboten wird das Kiebel KCSpad P10T entweder mit Googles freiem Betriebssystem Android in der älteren Version 1.6 oder als Dual-Boot-Konfiguration mit Android und Windows 7 Home Premium. Käufer der Android-Version können mit einem USB-DVD-Laufwerk Windows 7 auch nachträglich installieren.

Für ein Atom-Tablet ist das KCSpad P10T recht flach, die Abmessungen betragen 27,5 x 17 x 14,5cm bei 850g Gewicht. Der 3200 mAh starke Akku sorgt für maximal 6 Stunden Laufzeit unter Android, beim Einsatz von Windows muss der Akku nach maximal 4 Stunden nachgeladen werden.

Unter Android zeigt sich das Tablet erfreulich performant, der schnelle Prozessor und der vergleichsweise große Arbeitsspeicher sorgen für ein flüssiges Arbeiten mit den bis zu 120.000 erhältlichen Apps des Android-Marktplatzes. Leider ist die Grafikeinheit der Intel-CPU relativ schwach, so dass HD-Videos nur bis maximal 720p Auflösung flüssig abzuspielen sind. Da für die HD3150-Grafikeinheit keine Flash-Unterstützung existiert, laufen Internetseiten mit Flashinhalten sowohl unter Windows als auch unter Android sehr träge. Generell fühlt sich die Bedienung des KCSpad mit Android deutlich angenehmer an als mit Windows 7 – man bemerkt sehr oft, dass Windows 7 für schnellere Systeme konzipiert wurde und es sich dabei auch nicht um ein auf Touchbedienung ausgelegtes System handelt. Wer allerdings auf Windows-Anwendungen angewiesen ist, wird über die generelle Kompatibilität zu Windows 7 glücklich sein. Immerhin steht dem Anwender so die komplette Vielfalt der Windows-Software zur Verfügung, auch wenn die Bedienung des Microsoft-Betriebssystems nicht sehr gut an Tablet-PCs angepasst wurde. Oft wünscht man sich hier einen Stylus um auch kleine Schaltflächen anwählen zu können.

Wer nach nach einem Dualbootfähigen Tablet PC sucht, der auch mit Windows 7 und Android läuft ist mit diesem Tablet gut beraten.

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